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Burkina Faso: "Zugu Nooma, Hoffnung für immer" - Aufbau eine Geburtsstation

Weil weltweit Mädchen und Frauen am meisten an Unterdrückung, Armut und Hunger zu leiden haben, und weil in erster Linie Mädchen und Frauen gesellschaftlich benachteiligt und von Gewalt betroffen sind, hat Wunschträume/Netzwerk für Mädchen- & Frauenprojekt e.V. es sich zur Aufgabe gemacht, Mädchen zu einer ordentlichen Schulbildung, jungen Frauen zu einer Ausbildung und Müttern und Großmüttern zu einem gleichberechtigten Dasein zu verhelfen.

Hilfe zur Selbstentwicklung soll geleistet werden, und seit seiner Gründung am 12. September 2003 konnte der Verein in seinen Projekten in Burkina Faso (Ausbau eines Schulzentrums, Bau einer Krankenstation, etc.), Tansania (Ausbildung von 7 Mädchen), Rodrigues (Behindertenschule und –kindergarten) schon so einiges bewegen.

Schwerpunkt der Arbeit liegt zurzeit im weiteren Ausbau der Krankenstation von Pétessiro im Norden Burkina Fasos, einem der ärmsten Länder dieser Welt.

Centre de Santé et de Promotion Sociale, kurz CSPS, heißen die ländlichen Gesundheits- und Notfallstationen in Burkina Faso, die aus Dispensaire (Notstation zur Kranken- und Verletztenversorgung), Maternité (Geburtsstation) und Depot (Mini-Apotheke) bestehen.

Pétessiro ist eine Dorfgemeinschaft mit rund 3000 Menschen und liegt am Rand der Sahel-Zone. Nicht selten werden in der Mittagszeit 45° erreicht. Es gibt keinen Strom, das Wasser muss aus dem Brunnen gepumpt oder gezogen werden, und Hirse wird noch mit der Hand gestampft.

Eine Krankenstation war für die Menschen von Pétessiro dringend notwendig, insbesondere für die Frauen. Sie wünschten sich so sehr einen Raum, in dem sie sauber entbinden können, wo es eine medizinische Erstversorgung gibt, wo Workshops stattfinden über Hygiene, Ernährung, Malaira, AIDS und gegen Beschneidung.

Am 2. März 2007 wurde der Grundstein für ein CSPS gelegt, am 6. Februar 2008 konnte die Dispensaire eingeweiht und zumindest an zwei Tagen in der Woche mit zwei Pflegern besetzt werden. Zudem wurden zehn Gesundheitsberater, fünf Männer und fünf Frauen – so genannte Animateure und Animatricen – ausgebildet, die vor allem gegen weibliche Beschneidung aufklären.

 

Inzwischen wurden Latrinen gebaut, das Gelände wurde eingezäunt, Bäume wurden gepflanzt und das Haus für den Pfleger kann Ende März bezogen werden. Dann ist die Station täglich geöffnet.

Anfang April 2009 wird mit dem Bau der Maternité (Geburtsstation) begonnen. Sie soll Anfang 2010 in Betrieb genommen werden. Für Gebäude und Einrichtung ist mit rund 35.000 Euro zu rechnen, ähnlich wie für die Dispensaire.

Nicht nur die direkte Bevölkerung von Pétessiro profitiert von der Station, sondern weitere in den umliegenden Dörfern wohnende 4.800 Menschen können die CSPS aufsuchen.

 „Zugu Nooma“ / „Hoffnung für immer“ – diesen Namen hat die Bevölkerung für ihre Station gewählt. Diese Hoffnung gilt es weitgehend zu erfüllen, damit für 7.800 Menschen eine medizinische Grundversorgung gewährleistet werden kann.

15. März 2009

Kathrin Seyfart

 

Fussballschuhe spenden: Dreamshoes, die studentische Initiative der Hochschule Rosenheim, die ebenfalls das Netzwerk Wunschträume e.V. unterstützt, wird beim Lauf vor Ort sein und freut sich über gebraucht und neue Fussballschuhe, die an eine Schule in Burkina Faso gehen.