Tansania: Wasserversorgung für 25.000 Menschen
„Water for Life“ nennt die UN das Motto für das Jahrzehnt 2005 bis 2015. Damit soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass der Zugang zu Trinkwasser eine der elementarsten menschlichen Bedürfnisse ist.

Auch wir möchten einen Beitrag leisten, um in Ostafrika über 25.000 Menschen eine gute Wasserversorgung zu ermöglichen. Das Projekt soll in den Usambara-Bergen durchgeführt werden, wo zu Zeiten Deutsch-Ostafrikas in den moskitofreien Höhen und in alpenähnlicher Landschaft die damalige Hauptstadt Tansanias errichtet werden sollte.
Geleitet wird das Projekt vor Ort von Fr. Athanas, einem Benediktinerpater, der seit fast 40 Jahren seine ganze Person in den Dienst der Menschen in Ostafrika stellt. Neben seelsorgerischen Tätigkeiten setzt er sich vor allem für die Stärkung und Befähigung der Kleinbauern ein. Die ländliche Armut kann laut ihm nur dann erfolgreich auf Dauer bekämpft werden, wenn die Kleinbauern sich selbst versorgen und darüber hinaus auf dem Markt ihre Ernte gewinnbringend zu einem fairen Preis verkaufen können.
Um dieses Ziel zu erreichen, ist Fr. Athanas politisch und wirtschaftlich engagiert und hat in seinem langen Schaffen bereits viele Fortschritte verzeichnet, so etwa die Gründung einer Vereinigung der Kaffeebauern, um so als Einheit den Kaffee zu Weltmarktpreis zu vermarkten. Damit die Kleinbauern langfristig Unabhängigkeit erlangen, ist natürlich die Herstellung der Grundversorgung eine wichtige Voraussetzung. Dazu gehört vor allem der Zugang zu Wasser.

Aus diesem Grund wird mit dem Erlös des Benefizlaufs ein Wasserprojekt angestoßen, das 25.000 Bewohnern in Soni und Umgebung zu Gute kommt. Vor vielen Jahren wurde eine Leitung gebaut, die vier Dörfer mit Wasser versorgt. Die Qualität des Wassers, vor allem während der Regenzeit, ist so schlecht, dass die Frauen täglich viele Kilometer laufen, um zu dem Mkuss-Fluss zu gelangen, der „süßes Wasser“, wie man in Suaheli sagt, also gutes und gesundes Wasser mit sich führt.
Ziel ist nun ein bestehendes Wehr, das durch einen Wald oberhalb von Soni verläuft, auszubauen, um die Dörfer mit dem Wasser dieses Mkuss-Flusses zu versorgen. Das Gesamtprojekt beinhaltet die Erstellung einer Studie zur Umsetzung des Bauplans sowie der Eigenanteil, der benötigt wird, um weitere Unterstützung durch die Regierung oder andere Organisationen zu erhalten.
Mit diesem Projekt wird ein wesentlicher Beitrag zur Unterstützung der Menschen dort und vor allem der Kleinbauern geleistet, auf ihrem Weg zu einem besseren Leben.